Über die dampfenden Höhen

16.10.2009 08:28 Von: Main-Echo & pico

Wald- und Hügellauf: Auf dem Groß-Umstädter Binselberg feuern Hewxen die Sportler an

Über die dampfenden Höhen

Wald- und Hügellauf: Auf dem Groß-Umstädter Binselberg feuern Hexen die Sportler an

<b>Groß-Umstadt</b> Der Regen hat aufgehört. In den Pfützen spiegelt sich sogar die Sonne. In den Höhenlagen des Binselbergs hängen allerdings Wolken im Wald. Doch all das hält die Fans des Groß-Umstädter Wald- und Hügellaufs nicht von der Teilnahme an dem ebenso ungewöhnlichen wie beliebten sportlichen Unternehmen ab, das zum ersten Mal unter dem Namen »Hexenlauf« firmiert.

Blick auf die Uhr und los: 20 Walker und 128 Läufer waren am Samstag beim Umstädter Hexenlauf am Start. Die Bestzeit für die 13,5 Kilometer lange Laufstrecke mit 250 Höhenmetern lag diesmal bei 48 Minuten und 28 Sekunden. 

»Es gibt kein falsches Wetter, es gibt nur falsche Kleidung«, sagt die Groß-Umstädter Stadträtin Renate Filip während der Startvorbereitungen. Mit ihrem roten Regenschirm feuert sie später die Läufer an. Eine »gute Atmosphäre« bescheinigt sie der Veranstaltung und lobt die »schöne Landschaft«, durch die acht und 13,5 Kilometer langen Strecken führen. Außerdem warte am Ende »Riwwelkuche« und Umstädter Wein auf die Teilnehmer.
<span class="zwischenzeile">Gnädiger Wettergott</span>
Zuerst schickt Walter Wohnig »eine starke Truppe« von 20 Walkern auf die Acht-Kilometer-Strecke durch die Umstädter Weinberge. »Der Wettergott war uns gnädig, auch im neunten Jahr«, sagt er. »Heute Morgen hat es nicht danach ausgesehen, aber jetzt scheint sogar die Sonne, und wir hoffen, dass alle Teilnehmer nach 50 Minuten bis eineinhalb Stunden wohlbehalten hier ankommen.«
128 Läuferinnen und Läufer starten gut eine halbe Stunde später auf die 13,5-Kilometer-Strecke, die mit rund 250 Höhenmetern ein für hiesige Gefilde doch eher ungewöhnliches Profil hat, zudem durch Weinberge und Wald sowie vorbei am »Hexenhäuschen« führt, an dem leibhaftige Hexen mit ihrem Reisigbesen die Teilnehmer antreiben.
Eine der Hexen hat den Start verpasst und radelt - den Besen an den Rahmen geschnallt - auf dem Mountainbike dem Feld hinterher, um es doch noch zu überholen und »Hex, Hex« für Geschwindigkeit zu sorgen.
<span class="zwischenzeile">Die diesjährige Bestzeit</span>
Eine gute Dreiviertelstunde später sind die ersten Läufer schon wieder da. »48:24« verkündet Wohnig als diesjährige Bestzeit. Nach dem Regen ist die Luftfeuchtigkeit hoch, auf dem Weg zum Kuchenbüffet wird der Schweiß abgetrocknet.
Gar nicht erschöpft sieht Walker Kurt Slavetinsky vom Sparkassen-Team aus. »Es war wunderschön«, sagt er. »Ich bin das zweite Mal dabei, und das macht auch ein bisschen süchtig.«
»Für mich war’s das erste Mal«, erzählt Frank Engel aus Habitzheim. noch etwas atemlos. »Wunderschöner Lauf, aber auch sehr hügelig, anstrengend. Sonst laufe ich flacher. Wenn man das nicht gewohnt ist, merkt man das schon. Auch die Bergab-Passagen in den Weinbergen waren anstrengend.«
<span class="zwischenzeile">Laufen macht durstig</span>
»Nass war’s«, lacht Gisela Lammers vom TV Hergershausen. »und eine hohe Luftfeuchtigkeit haben wir, schöne Pfützen und schönen Matsch, aber es war OK. Ich bin’s ja schon öfter gelaufen, und mit meiner Zeit bin ich sehr zufrieden, für mein Alter.«
Dann schart sich die 56-Jährige aus dem Babenhäuser Stadtteil in die Traube vor dem Getränkestand. Auch bei hoher Feuchte macht Laufen nämlich durstig. <span class="honorar" name="honorar_text">gün</span>

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