Rennsteigmarathon, die Herausforderung der „Besonderen Art“

06.06.2012 06:14 Von: Jörg Drechsler, Frank Strauch und Thorsen Spatar

Zum 40. Jubiläum des Rennsteiglaufes machten sich drei Läufer des Umstädter Lauftreffs zu ihrem Debut auf den Weg nach Thüringen.

Rennsteigmarathon, die Herausforderung der „Besonderen Art“

Zum 40. Jubiläum des Rennsteiglaufes machten sich drei Läufer des Umstädter Lauftreffs zu ihrem Debut auf den Weg nach Thüringen. Bereits vor 15 Jahren, also zum 25-jährigen Geburtstag der Traditionsveranstaltung waren die Umstädter mit gar 19 Personen, Läufer und Wanderer, bestens vertreten. Zur Erinnerung: Wolfgang Kaiser und Rudi Ropenus starteten damals auf der Marathonstrecke, Ilse und Karl Peter Schimpf, Christine und Jürgen Seibold, Herbert Spalt, Rainer Skwara, Werner Lipski, Volker Bräunig und Hans Doppelreiter begnügten sich mit der Halbmarathonstrecke dieses schönen Landschaftslaufes mit seinen speziellen Besonderheiten. Die diesjährige Anreise erfolgte bereits am Freitag, um rechtzeitig die Startunterlagen zu erhalten aber auch um an der Kloßparty (Thüringer Klöße, Rinderroulade und Rotkraut) teilzunehmen. Die Party verlief sehr stimmungsvoll mit Blasmusik und zahlreichen Ehrengästen, ehemaligen Spitzensportlern, die heute noch aktiv sind. Bei einem Vierzigjährigen gibt es viel zu feiern, so auch zwei Familien, die bislang als ehrenamtliche Helfer unterwegs waren. Klar, die Klöße und ein Glas Schwarzbier sollte eine gute Grundlage für den Lauf am nächsten Morgen sein. Der Ultralauf mit 72,7 KM wurde um 6h morgens auf dem Marktplatz in Eisenach gestartet, zuvor aber gemeinsam das Rennsteiglied gesungen. Jörg Drechsler war als Debütant bei diesem Landschaftsultra dabei . Vom Start an ging es 25,5 KM bergauf, ca 800 Höhenmeter auf den Großen Inselberg mit dem schönen Blick auf die Wartburg in Eisenach. Crosswege und Trails schlossen sich an. Bei KM 61,7 wurde mit der Plänckers Aussicht der höchste Punkt mit 973 nn erreicht. Die letzten 11 KM ging es dann 250 HM bergab bis ins Ziel in Schmiedefeld, insgesamt 1500 HM bergauf und 969 HM bergab mussten auf der territorial und sportlich abwechslungsreichen Strecke gemeistert werde, die ab KM 7 die Strecke über den Rennsteigweg des Thüringer Waldes führte. Nach harten aber schönen 7:46h erreichte Jörg Drechsler glücklich und zufrieden das Ziel. Um 6h brauchten die Marathonteilnehmer erst aufstehen, als sich Jörg bereits warmgesungen hatte. Der Lauf startete um 9h in Neuhaus am Rennweg. Das Wetter war kühl, 8° C, trocken und somit optimales Laufwetter. In Neuhaus ist es Tradition, die Läufer vor dem Start nach der Melodie des Schneewalzers schunkeln und winken zu lassen, eine tolle Stimmung erzeugend, die sich den gesamten Lauf fortsetzen sollte. Der Marathon, ebenfalls überwiegend auf dem Rennsteig, mitunter mit Wurzeln und Steinen gespickt, aber auch Wiesen und breite Waldwege durch sehr schöne Wälder, hatte auch mit 804 m bergab und 730 m Steigung seinen Anspruch. Blasmusik, immer wieder Fans an der Strecke und beste Versorgung trugen zur tollen Stimmung während des gesamten Laufes bei. Nicht ganz alltäglich, besonders bei „Wessis“, aber doch bekömmlich waren u.a. Haferschleim, Schmalz- oder Wurstbrote und zum Schluß noch Schwarzbier auf der Strecke zu genießen, jedem, wie es ihm bekommt. Das Ziel war nach 43,5 KM in Schmiedefeld erreicht, ein wenig mehr Meter, als bei einem Marathon. Frank Strauch und Thorsten Spatar beendeten den Lauf glücklich im Ziel mit 4:16h und 4:35h. Dort trafen sie dann auch Jörg und es wurde kräftig gefeiert (siehe Bild), gut gegessen und getrunken und über die Erlebnisse von unterwegs berichtet. Der Rennsteiglauf, bei dem es noch weitere Disziplinen gibt, wie z.B. den bereits erwähnten Halbmarathon und eine Nordic-Walking Strecke, ist auf jeden Fall eine Teilnahme wert. Im nächsten Jahr steht die 41. Auflage an, auf ran !


Jörg Drechsler, Frank Strauch und Thorsten Spatar

 

Unsere Sponsoren