Knast-Marathon, warum nicht ?

04.05.2010 07:22 Von: Wolfgang Kaiser

Vielfältige Wettkampfaktivitäten, teils Neues, teils Bewährtes, standen im Terminkalender einiger Lauftreffler. Den Kurparklauf in Bad König nutze Jörg Drechsler als flotte Einheit mit 10 KM auf sechs Runden für sein außergewöhnliches Projekt, den Knastmarathon in der JVA Eberstadt

 

Knast-Marathon, warum nicht ?


Vielfältige Wettkampfaktivitäten, teils Neues, teils Bewährtes, standen im Terminkalender einiger Lauftreffler. Den Kurparklauf in Bad König nutze Jörg Drechsler als flotte Einheit mit 10 KM auf sechs Runden für sein außergewöhnliches Projekt, den Knastmarathon in der JVA Eberstadt. Es ist bundesweit eine einzigartige Veranstaltung, wo externe und interne (Häftlinge) LäuferInnen teilnehmen. Für die Häftlinge gab es eine 6-monatige Vorbereitungszeit mit 100 Trainingsterminen, die auch Lauf-ABC, Krafttraining und Gymnastik beinhaltete. Nach Paß-, Personen- und Drogenkontrolle für die Externen warteten 24 Runden auf die 167 Sportler, unter ihnen 27 Häftlinge. Viele Kurven und Spitzkehren pro Runde machten den flachen Kurs nicht einfach. Trotzdem lag die Siegerzeit bei 2:57h, der schnellste Häftling finishte in 3:31h, Jörg war in 3:43 im Ziel. Ein super Lauf in einem besonderen Umfeld, so Jörg, der dieses Event weiter empfiehlt. Einfacher hatten es sicher unsere diesjährigen Hamburg Marathon-Teilnehmer, die einfach den Fersen des kenianischen Siegers Wilfred Kigen folgen mussten, der in 2:09.22h die Ziellinie überquerte. Unter den 15 147 Läuferinnen und Läufern waren vier TV-ler, für Christian Geissler eine jährlich obligatorische Veranstaltung, Martin Remer machte sich als Hase für seine Partnerin nützlich und Walter Wohnig begleitete seine Frau Traudel bei ihrer zweiten erfolgreichen 42,195 KM langen Strecke. Hamburg, jedes Jahr eine Reise wert, wenn insbesondere das Wetter wie auch diesjahr mitspielt. Der Heidelberger Halbmarathon ist auch ein Teilnehmermagnet, der innerhalb drei Tagen restlos ausgebucht ist. Sein Höhenprofil ist berühmt-berüchtigt, da der Anstieg über den Philosophenweg erfolgt und auf dem Rückweg von Neckarniveau aus wieder über das Schloss mit wunderbarem Panoramablick führt, dann teils steil wieder hinab in die Altstadt, dem Ziel entgegen. Sabine Reichwein-Auer war mit 1:48h bei 7,5% im weiblichen Finisherfeld auszumachen, allerdings nur (!) Elfte in der Altersklasse, was die Qualität des Starterfeldes dokumentiert. Etwas über zwei Stunden benötigten Thorsten Spatar und Uli Kaiser, der hier für den TV startete.

Wolfgang Kaiser

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