Forstkundliche Wanderung ders Lauftreffs

23.07.2008 01:55 Von: Wolfgang Kaiser & pico

Mehr als 30 LauftrefflerInnen trafen sich am Rödelshäuschen

Forstkundliche Wanderung des Lauftreffs

 

Jahrein, jahraus sind die LäuferInnen des Lauftreffs in unserem schönen Wald unterwegs. Es werden Eindrücke bewußt und unbewußt aufgenommen, man freut sich über die Natur, die so viel für das Wohlbefinden gibt. Der Wald, auch den jahreszeitlichen Einflüssen ausgesetzt, wirft doch im Lauf der Zeit diese und jene Fragen auf, die man unbeantwortet mit sich trägt, läßt man sie sich nicht von einem Fachmann beantworten. Was liegt da näher, als mit Förster Willi Schäfer einen Termin zu einer gemeinsamen forstkundlichen Wanderung auszumachen. Dies geschehen, trafen sich mehr als 30 Lauftreffler , teilweise mit Partnern und Kindern am Rödelshäuschen, was auch gleichzeitig erste Station für Erläuterungen war. Hier weist eine Infotafel auf den Stadftverordnetenbeschluß von 1989 hin, der die naturgemäße Bewirtschaftung des Waldes fordert. Dies beinhaltet, daß keine Chemie eingesetzt und keine Kahlschläge erfolgen dürfen. Ziel ist ein ungleichaltriger und gemischter Wald, der sowohl den Anforderungen des Naturschutzes entspricht und auch der Erholung dienen soll. Der Orkan Kyrill hat hier im monokulturen Fichtenbestand, einer Baumart, die der Klimaveränderung in unseren Breiten zuerst zum Opfer fällt, beachtliche Schäden angerichtet. Die Auspflanzung der entstandenen Löcher wurde mit Kirschen und Ahornen vorgenommen, die auf den ersten Blick wegen ihrer noch geringen Größe nicht gleich erkennbar sind.  In der Gegend um Rödelshäuschen und Sausteige, so Förster Schäfer, ist wunderbarer Buchenwald, der sich in der Umbruchphase befindet. In den Lücken, die durch die Entnahme starker Exemplare entstanden sind, wächst bereits die zum Teil schon bis 20-jährige Buchengeneration hinein. Hier schützen die Mutterbäume vor Hitze und Kälte, mindern den Graswuchs und somit die Mäusegefahr. Der Altbaumbestand wird über lange Zeiträume geräumt. Am sogen. 7er Rundweg und hauptsächlich zur Sausteige, fallen jedem Läufer die mächtigen Douglasien auf, kerzengerade gewachsen, einzelne Exemplare bis 50m hoch und mit einer Holzmasse von 20cbm. Sie bilden in Deutschland die größte Ansammlung ihrer Spezies und sind inzwischen über 100jährig. Ein Baum, der bald sein bestes Alter erreicht, vom Preis attraktiver geworden ist und auch wohl teilweise geertet werden wird. Endstation des 3-stündigen äußerst informativen Spazierganges war die OKW-Sitzbank an der Brunneneiche in der Sausteige, Kaffee, Getränke und Riwwelkuche rundeten die Veranstaltung bestens ab. Für den Lauftreff könnte dies nun heißen, “Back to the roots” oder  die Geschichte des Lauftreffs neu schreiben, denn vor 100 Jahren war hier Treffpunkt des 1. Umstädter Lauftreffs, hier trafen sich die Umstädter Schweinehirten, so Schäfer. An dem wohl lieblichsten Ort in der Umstädter Gemarkung, der uns erhalten bleiben und noch viele Generationen erfreuen soll. Wir danken nochmals Willi Schäfer für seine mit großem Interesse aufgenommenen Erklärungen. Für nach Winzerfest wird ein weiterer Termin an einem anderen Forstort  vereinbart – evtl der Dorndieler Pflanzgarten als Ausgangspunkt.

 

Für den Lauftreff, Wolfgang Kaiser

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