Judokas beim Sportfest für Behinderte und Nichtbehinderte

15.05.07 06:54

Von: Main-Echo/Klaus Holdefehr

Begeisternde Vorführung unter der Leitung von Sascha Roth

Bewegende Momente

 

Spiel- und Sportfest für Behinderte und Nichtbehinderte

 

Groß-Umstadt. »Sport verbindet« war das Motto des Familien-, Spiel- und Sportfestes, zu dem am Samstag der Hessische Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband und der Turnverein in die Heinrich-Klein-Halle eingeladen hatten. 170 Menschen aus der Region hatten einen Nachmittag lang viel Freude bei den verschiedenen Wettbewerben.

 

Schirmherrin der Veranstaltung war die hessische Sozialministerin Silke Lautenschläger. Sie und etliche andere Sponsoren unterstützten die Veranstaltung jeweils durch eine Spende. Als Gäste konnte Bezirksvorsitzender Hans Hofmann neben den Teilnehmern viel Prominenz aus Politik, Verwaltung und Vereinen begrüßen.

 

Der Groß-Umstädter Bürgermeister Joachim Ruppert fungierte sogar als Wettkampfrichter und gab nötigenfalls Hilfestellung.

 

Zum Rahmenprogramm gehörte eine beeindruckende Vorführung der Judokas des TV unter der Leitung von Sascha Roth sowie ein flotter Jazztanz der TV-Behindertensportgruppe, den Jugendleiterin Christa Kreis einstudiert hatte.

 

Nach einem gemeinsamen Aufwärmtraining mit dem sportlichen Leiter des TV Groß-Umstadt, David »Sony« Harris begann das Sportfest, bei dem zehn Auswahlübungen wie Kegeln, Reifenwerfen, Ziel-Prellball, Hockeyzielschießen und natürlich Fußballslalom zu absolvieren waren.

 

Außer den Sportvereinen BSG Weiterstadt, dem TSV Lengfeld und dem ausrichtenden TV Groß-Umstadt beteiligten sich auch die Lebenshilfe Darmstadt sowie die Interessengemeinschaft Körperbehinderter des Altkreises Dieburg mit ihrer Rollstuhlfahrergruppe.

 

Alle 170 Teilnehmer wurden von Hofmann und Harris mit Urkunden und Medaillen ausgezeichnet.

Klaus Holdfehr

 

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Die ultimative Grillfeier der Abteilung Judo

Irgendwann im August:
... eine schwere schwarze Wolke hängt über der Turnhalle Geiersberg.
Jeder der vorbeigeht zieht automatisch den Kopf ein um der depressiven, spannungsgeladenen, mürrischen und trübsinnigen Atmosphäre zu entgehen,  die um der Turnhalle Geiersberg zur Zeit des Judotrainings herrscht.
Was war passiert??
Wo war das sonst so fröhliche Training mit gut gelaunten Trainern und unsinn-treibenden Kindern hingekommen??
Keiner wusste darauf so richtig eine Antwort. Doch eins war klar: SO konnte es nicht weitergehen.
Doch was konnte man gegen die allgemeine Unzufriedenheit  tun?
Es musste doch irgendetwas geben, dass diese finstere Wolke vertreiben konnte.....

Nach vereinzelten Krisensitzungen und diversen E-Mails tauchte es endlich auf,
das Licht am Horizont:
Eine Grillfeier für die Abteilung Judo!
Sie sollte nicht nur diese leidliche Wolke vertreiben sondern auch den Kindern und ihren Eltern die Möglichkeit bieten sich außerhalb des Trainings besser kennen zu lernen.
Außerdem konnten sich selbst die Alteingesessenen nicht erinnern, dass es bis Dato bereits einmal ein solches Event  gegeben hätte!
Es würde also Abteilungsgeschichte geschrieben werden....

Dermaßen angespornt wurde alles geplant und organisiert, sodass sie endlich steigen konnte,

DIE ULTIMATIVE GRILLFEIER DER ABTEILUNG JUDO

Am Sonntag, den 9.9.2007 war es dann endlich soweit.
Gegen Mittag trudelten die hochmotivierten Trainer im Kerbborschegarten in Schaafheim ein um den dort befindlichen Grill (mit Hilfe von vieeeel Brennspiritus) anzufeuern, Tische und Bänke aufzustellen sowie das kalte Büffet aufzubauen.

Pünktlich gegen 14.00 Uhr kamen dann auch die ersten Judo-Kinder mit ihren Familien.
Die meisten Eltern hatten sich freundlicherweise bereiterklärt Grill-Beilagen wie Salate, Baguette und Süßspeisen mitzubringen, sodass sich das kalte Büffet sehr bald füllte.
(Es sah so appetitlich aus, dass einige, namentlich nicht erwähnenswerte, Trainer zur frühzeitigen Eröffnung drängten und ein fröhliches Vor-Grillgut-Gefresse entstand)

Den ganzen Nachmittag über wurde:

Natürlich gegrillt, zusammen  gegessen und getrunken, geredet, gelacht und gespielt.

Doch das Highlight der Grillfeier war die „Apfeltauch-Ralley“ !!

Alle „Jung-Gebliebenen“ wurden in zwei gleichstarke Mannschaften aufgeteilt und mussten gegeneinander einen Hindernnisspacours (hierfür wurden Tische und Bänke zweckentfremdet) durchlaufen. Am Ende stand dann ein Bottich mit Wasser bereit, in dem ein einsamer Apfel schwamm. Dieser musste ohne die Zuhilfenahme von Händen oder Füßen (einziges zugelassenes Hilfsmittel waren die Zähne) aus dem Bottich gefischt werden. Dann ging es mit Apfel zurück durch den Pacours.

Nach der ersten erfolgreichen Runde  fühlten sich zwei der Trainer (die sich demnach zu den „Jung-Gebliebenen“ zählen, namentlich jedoch nicht genannt werden wollen) angespornt genug um selbst an einer weiteren Apfel-Ralley-Runde teilzunehmen.
Für diesen todesmutigen und knochenbrecherischen Einsatz bekamen sie viel Applaus, Gelächter und natürlich einen Apfel als Belohnung.

Der Grill-Sonntag endete anschließend offiziell. Alle Eltern nahmen ihre Kinder samt leeren Schüsseln wieder mit.
Zurück blieben nur die Trainer, die die restlichen Grill-Waren (es gab eine große  Auswahl verschiedenster Würstchen sowie Steaks, die allerdings im laufe des Tages irgendwie zu Schnitzeln wurden) verfutterten und den Kerbborschegarten wieder in seinen Ursprungszustand zurückversetzten.

Zwei Wochen später am Mittwochabend zur Trainingszeit:
.... aus der Geiersberghalle ist fröhliches Gelächter zu hören.
Die Judo-Kinder machen ihren gewohnten Unsinn mit dem sie die gottseidank wieder gutgelaunten und entspannten Trainer kein bisschen aufregen können.
Die schwarze Wolke ist verschwunden.
Operation Grillfeier geglückt.
Patienten (hierbei ist nicht ganz klar, ob es sich um Trainer oder Judo-Kinder handelt) erfreuen sich bester Gesundheit.

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Hotel Jakob