Nackenschläge in letzter Sekunde

06.11.2017 08:44 Von: Darmstädter Echo & Manfred Picolin

OBERLIGA Groß-Umstadt gibt in Wettenberg Führung aus der Hand,

Oberliga 06.11.2017

Nackenschläge in letzter Sekunde

OBERLIGA Groß-Umstadt gibt in Wettenberg Führung aus der Hand, Babenhausen kassiert

SÜDHESSEN - Bitteres Ende für beide südhessischen Handball-Oberligisten. Die MSG Groß-Umstadt gibt nach famoser erster Habzeit das Spiel bei der HSG Wettenberg in der Schlussminute noch mit 30:31 (18:13) aus der Hand. Die SG Babenhausen verliert durch einem Freiwurf in letzter Sekunde mit 23:24 (11:11).

Es läuft einfach nicht rund bei der MSG Groß-Umstadt. Innerhalb von fünf Tagen quittierte der Drittliga-Absteiger zwei Niederlagen. In Wettenberg führte die neu formierte Mannschaft am Samstagabend über die gesamte Spielzeit. 75 Sekunden vor dem Abpfiff stand es noch 30:29. Doch dann kam Wettenberg noch unverhofft zum Heimsieg.

Groß-Umstadt stellte eine stabile 3-2-1-Abwehr und nutzte auch die Paraden von Keeper Marcel Bolling zu Tempotoren. Nachdem die MSG die erste Hälfte dominierte, überraschte Wettenberg nach der Pause mit einer taktischen Variante. Die Nordhessen setzten während der gesamten zweiten 30 Minuten auf den siebten Feldspieler. Groß-Umstadt war gezwungen, die mannbezogene 3-2-1-Abwehr aufzugeben. In der 6:0-Varianrte fehlte es aber an der nötigen Bindung.

„Da waren wir im Eins-Eins zu oft unterlegen. Die Räume wurden zu groß“, sagte Manuel Silvestri hernach. Der MSG-Trainer musste mit ansehen, wie sein Team in der Offensive immer nervöser wurde. So holte Wettenberg nach einem 19:24-Rückstand in der 45. Minute Tor um Tor auf. Die Defensive der Gastgeber schaltete nun die MSG-Mittelspieler frühzeitig aus, Abspielfehler häuften sich, der Ball lief nicht mehr durch. In den Schlussminuten ließen die Gäste noch zwei Chancen von Außen liegen, während Wettenberg trocken abschloss. Zudem wurde der letzte Ballbesitz acht Sekunden vor der Sirene vertändelt.

„Die Mannschaft hat sich nicht für die gute erste Hälfte belohnt. Man konnte die Verunsicherung spüren, als Wettenberg näher kam“, war Silvestri enttäuscht. Dem MSG-Ensemble mit sieben Neuzugängen gelingt es derzeit einfach nicht, seine Qualitäten abzurufen.

Groß war die Enttäuschung auch bei der SG Babenhausen am Samstagabend. Durch einen direkten Freiwurf von Münsters Torjäger Bastian Schwarz (8 Tore) verlor der Aufsteiger quasi nach dem Schlusspfiff einen bereits sicher geglaubten Zähler.

„Das war wohl das Lehrgeld, dass ein Neuling manchmal zahlen muss“, befand Oliver Schulz nach der bitteren Niederlage. „Wir haben leider nicht bis 60:01 gespielt, das darf uns einfach nicht passieren“, haderte der SG-Trainer mit der Schlussminute. Lange war der Vergleich völlig offen.

Babenhausen tat sich sehr schwer gegen Münsters robuste, harte Deckung. Teilweise rüde Aktionen sorgten für Verunsicherung bei dem jungen Gästeteam. „Uns hat letztendlich die Durchschlagskraft und die Gegenwehr gefehlt. Münster hat uns den Schneid abgekauft“, nannte Schulz die Ursachen für einen unrunden Auftritt mit vielen technischen Fehlern. Nach zehn Minute führte die SG mit 4:2, ehe Münster immer besser ins Spiel fand.

Misslungener Auftakt für Serie schwerer Partien

Doch in der Schlussviertelstunde rannten die Gäste stetig einem Rückstand hinterher. Simon Brandts Ausgleich zum 23:23 eine halbe Minute vor der Sirene war dann einfach nicht genug. Ein misslungener Auftakt für eine Reihe schwererPartien im November. Schon nächsten Sonntag (18 Uhr) kommt Tabellenführer HSG Kleenheim nach Babenhausen.

Tore Babenhausen: Eisenhuth 6/5, Brandt 5, Mann 5, Sillari 2, Hollnack 2, Kirchherr, Horikawa und Drews, Zuschauer: 160.

Tore Groß-Umstadt: Joshua Kraus 8, Teuner 5/1, Acic 4, Brunner 4, Seifert 3, Sokicic 3, Stancic 2 und Göttmann, Zuschauer: 230.

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