JSG mitten drin statt nur dabei 9.07.10 13:43
Spaß pur und Sonne satt hätte die Überschrift auch lauten können, denn am bisher heißesten Tag des Jahres mit 38°C und Hauptspieltag des zweitgrößten Handballturniers der Welt, rockten die Mädels der wC- und wB-Jgd. die Hansestadt Lübeck.JSG mitten drin statt nur dabei
Spaß pur und Sonne satt hätte die Überschrift auch lauten können, denn am bisher heißesten Tag des Jahres mit 38°C und Hauptspieltag des zweitgrößten Handballturniers der Welt, rockten die Mädels der wC- und wB-Jgd. die Hansestadt Lübeck.
400 Mannschaften aus fünf Nationen, Deutschland, Dänemark, Lettland, Ägypten und Brasilien, nahmen am zweitgrößten Handballturnier der Welt teil und die JSG war mit zwei Mannschaften mitten drin!
Vor 16 Jahren waren es noch 42 deutsche Mannschaften, die am ersten Turnier teilnahmen. Heute müssen die Veranstalter über 4500 Menschen unterbringen und versorgen. In 28 Schulen und Sporthallen wurden Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen, eine wahre organisatorische Meisterleistung!
18 Mädels, 2 Trainer und 4 Betreuer traten am Freitagmorgen (2. Juli) gegen 8Uhr mit zwei Bussen und einem PKW voll gepackt die Erlebnissreise zu den Lübecker Handballtagen an.
Lange 8 Stunden war man bei brütender Hitze auf Deutschlands Autobahnen unterwegs. Doch weder 36° im Schatten, noch vereinzelte Staus konnten der guten Stimmung und der Vorfreude auf dieses große Ereignis einen Abbruch tun.
Im alten „Kall“ rappten und rockten die Mädels als endlich das Ortsschild von Lübeck zu sehen war. Vicky machte den Beatmaster und Rapperin Sarah gab alles, diese einmalige und erstklassige Vorstellung wird in die Geschichte der JSG als "Comeback of Lübeck" eingehen! Im weißen Partybus hingegen steppte der Bär! Dank Dolby Surround System, Lichtanlage und Tanzfläche brachten die Mädels den weißen Blitz an jeder roten Ampel zum wackeln. Es ging einfach der Punk ab als man die Hansestadt endlich erreichte!
Gegen 16 Uhr war man dann endlich am Turnierdorf angekommen. Schnell wurde geklärt wo die weibliche C- und B-Jgd. der JSG mit ihrem Betreuerstab untergebracht war. Nur zehn Fußminuten vom Turniergeschehen entfernt im Johanneum zu Lübeck, einem Gymnasium mit Musikzweig, so dass wir den Shuttle-Bus-Service für weiter entfernt gelegene Unterbringungen nicht in Anspruch nehmen mussten. Nach dem die Fahrzeuge ausgeräumt waren, jeder seine Schlafstätte aufgebaut hatte, ging es gut eine Stunde später erstmal zur Erholung von der langen Fahrt an den Timmendorfer Strand, der in gut 15 Minuten mit den Autos erreicht wurde.
Dieser Ausflug war die beste Idee des Tages!
Alle hatten Ihren Spaß, genossen die kühle Ostsee, den warmen, weichen, weißen Sand und den herrlichen Ausblick.
Viel zu schnell ging es dann schon wieder zurück zum Turnierdorf, einer riesigen Tennishalle die mit hunderten von Tischen und Bänken, Essens- und Getränkeständen und einer riesigen Leinwand ausgestattet war, um dort das Abendessen, geliefert vom „goldenen M“ einzunehmen. Nachdem alle gesättigt waren, der eine mehr, der andere weniger ging es zurück in die Unterkunft und alle fielen todmüde auf ihre Matratzen!
Am nächsten Morgen ging es dann fast ausgeschlafen, geschlossen gegen 8Uhr zum Frühstück. Müsli, Marmelade, Brötchen, Butter, Wurst, Käse, Obst, Kakao, Kaffee, Tee, Milch, kurz um, alles was das Herz begehrte und der Körper am Morgen benötigt war da.
Nun konnte das Turnier für beide Teams beginnen!
Auf 23 Spielfeldern traten die Mannschaften aller Altersklassen gegeneinander an, gespielt wurde jeweils 15 Minuten ohne Seitenwechsel.
Im ersten Spiel traf die wC-Jgd. auf die Mädels der SG Hamburg Nord und konnten deutlich mit 6:3 gewinnen, die nächsten drei Spiele gingen leider trotz großer Bemühungen gegen den Vfl Bad Schwartau mit 6:8, gegen den TSV Ratekau mit 9:10 und gegen die HG Norderstedt mit 4:7 knapp verloren. Trotz dieser Niederlagen war klar, dass man am Sonntag noch mal in der Qualifikationsrunde zum B-Pokal antreten wird.
Zwischen den Spielen bestand für die Trainer die Möglichkeit in der Coach-Lounge, einem abgetrennten Beachbereich sich bei einem kühlen und erfrischenden Getränk von den körperlichen und geistigen Strapazen des Turniers, chillend und relaxend zu erholen, hier hatte man nur mit einem „Coach-Ausweis“ Zutritt. Auch das um die Ecke gelegene Freibad konnte von allen Turnierteilnehmern kostenlos genutzt werden.
Die wB-Jgd. dominierte ihre Gruppe von Beginn an deutlich und konnte fast nur Kantersiege einfahren. Gegen die SG Wift/Neumünster gewann man mit 9:2, gegen den Lauenburg SV mit 6:1 und gegen den TSV Lindewitt gar mit 12:1. Erst im letzen Spiel der Vorrunde gegen den EHT Elmshorn bekam etwas Gegenwehr zu spüren, konnte aber trotzdem mit 8:4 gewinnen. Damit war man als Gruppen Erster für das Achtelfinale im A-Pokal qualifiziert.
Dieses letzte Spiel lief ausgerechnet zu Beginn des WM-Viertelfinalspiels Deutschland vs. Argentinien und wurde über die Lautsprecheranlage auf die Spielfelder übertragen. Einige sangen während des Spiels sogar lautstark die Nationalhymne mit. Als dann Thomas Müller zum 1:0 einnetzte sah man hunderte von Menschen das Turnierdorf stürmen, wobei es sich hierbei nur um Zuschauer handelte! Mit fast 20 minütiger Verspätung konnte man anschließenden endlich am Public-Viewing in der Tennishalle teilnehmen. Hier herrschten gefühlte 45°C und eine Luftfeuchtigkeit von ca. 99%, die Zuschauer in der Halle schwitzten wahrscheinlich mehr, als die Nationalmannschaft beim Spiel in Südafrika! Lautstark wurde von tausenden die deutsche Mannschaft angefeuert und jedes einzelne Tor ausgelassen und ausgiebig gefeiert.
Nachdem nun für die Gauchos Schluss mit lustig war, fing der Spaß für die Mädels erst an.
Allerdings wurde es höchste Zeit, schnell ab zum duschen und vor allem stylen!
Denn ….. Players-Night war angesagt!
Ein Highlight des Turniers ist der Samstagabend, wenn das Turnierdorf zur Großraumdisco wird, und die Betreuer beim Coaches-Club ihre Erfahrungen austauschen. Zu diesen Veranstaltungen hatte man nur mit „Disco-Armband“ oder „Coach-Ausweis“ Zutritt, was extra von Security-Leuten kontrolliert und überwacht wurde, damit keine „Fremden“ sich Zutritt zum Turnierdorf erschleichen konnten. Man war quasi unter sich!
Am nächsten Morgen herrschte dann wieder rege Betriebsamkeit, denn vor den Spielen mussten noch die Unterkunft geräumt werden. Danach ging es dann wieder zum Frühstück, bevor die wC-Jgd. ihr Qualifikationsspiel zur B-Pokal-Runde gegen den TVL Eichenzell bestritt. Klar und deutlich setzte man sich gegen die Mädels aus dem Landkreis Fulda mit 11:4 durch und stand nun im Achtelfinale des B-Pokals gegen die HSG Horst. In einem packenden und spannenden Spiel musste man sich leider denkbar knapp mit 6:7 geschlagen geben.
Die wB-Jgd. traf in ihrem Achtelfinalspiel auf die TuS Esslingen. Wie schon bei der C-Jgd. entwickelte sich ein spannendes Spiel, in dem die Führung immer wieder wechselte. Zum Schluss stand es dann 5:5 Unentschieden und man musste zum 7m-Werfen antreten. Dabei entpuppte sich unsere Torhüterin und Star-Rapperin Sarah Abdi zur wahren 7m-Killerin. Zwei Bälle konnte Sie sicher abwehren, an den anderen dreien war Sie jedes Mal knapp dran. Da die Torhüterin der TuS allerdings einen mehr hielt schied auch die wB-Jgd. aus dem Turnier aus.
Trotz der beiden Achtelfinalniederlagen der beiden Mannschaften war klar zu sehen welches große Potential in beiden Mannschaften steckt. Dies gilt es nun ab Herbst in den Meisterschaftsrunden abzurufen.
Das letzte gemeinsame Mittagessen, Tortellini, mit wahlweise Käse-Sahne-Sauce oder Sauce Bolognese ließ man sich zum Abschluss noch mal richtig schmecken, bevor es zurück zur Unterkunft zum duschen, Autos packen und Abschlussfoto machen ging.
Gegen 15:30 trat man dann schweren Herzens die Heimreise an. Diesmal ging es ohne Staus ziemlich flott voran. Obwohl der alte „Kall“ mit Tempo 40km/h die Kasseler-Berge, wie schon auf der Hinfahrt gerade so schaffte! Um 23:30 hatten wir es dann endlich geschafft und kamen im Regen wieder am Ausgangspunkt an.
Drei tolle Tage, bei traumhaftem Wetter neigten sich nun dem Ende zu. Es war schön, doch alle waren auch froh wieder zu Hause zu sein.
Großer Dank gilt Judith Marx, die die „Abenteuer- und Erlebnissreise“ Lübecker-Handballtage bis ins letzte Detail geplant hat!
Ein großes Lob auch an die 25 Organisatoren des Turniers, die alles 1 ¼ Jahre im Voraus beginnen zu planen. Daher steht auch schon der Termin für 2011 fest. Vom 1.-3. Juli finden da die Lübecker-Handballtage statt.
Auch wieder unter Beteiligung der JSG?
An der „Abenteuer- und Erlebnissreise“ nahmen teil: Sarah Abdi, Nargis Boumahdi, Lea Dörr-Uebler, Nadine Feldmann, Franzi Goebel, Victoria Keil, Marisa Nieratzky, Hanne Klement, Sarina Kemper, Nadja Castro-Rodriguez, Fabienne Cezanne, Fiona Danz, Greta Doberstein, Jana Kurz, Lena Schütz, Anna Trautmann, Celine Ühlein, Gina Schlosser, Luca Kemper, Judith Marx, Thoma Bonin, Sabine Kemper, Conny Danz, Oliver Arnold, Matthias Eichhorn.
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