Zu Hause eine Bank: TV Groß-Umstadt besiegte den TSV Neuhausen/Filder am Sonntagabend in der Heinrich-Klein-Halle 31:23 (13:12). 450 Zuschauer sahen eine vor der Pause enge Partie in der dritten Handball-Bundesliga, in der sich beide Mannschaften auf Augenhöhe begegneten. Der Sportliche Leiter Holger Zindt bilanzierte: „Wir mussten wirklich alles investieren. Wir haben nie zurückgelegen.“
Nach der kräftigen Pausenansprache von Trainer Jens Becker riss sich die Mannschaft zusammen, legte die Abschlussschwächen der ersten Halbzeit ab und steigerte sich. Die 16:15-Führung (34.) wuchs rasch auf 22:15 an (41). Neuhausen spielte mit, fand aber kein Rezept mehr gegen den Angriffsdruck der Südhessen.
Der reaktionsschnelle Juilan Sahm, nach der Pause im Tor, sowie Rückraumspieler FlorianSee (5) trugen nun das Spiel des TV Groß-Umstadt. Am Kreis vertrat Erik Schmdt (5) Oliver Schulz (1), der in der 37. Minute nach einer heftigen Abwehrattacke die Rote Karte sah. Schmidt selbst musste schließlich in der 53. Minute nach drei Zeitstrafen vom Platz. Zindt: „In den letzten sieben Minuten haben wir ohne Kreisläufer gespielt.“
Gegner Neuhausen ließ in der Schlüsselphase einen Siebenmeter aus und kassierte in Unterzahl zwei Treffer. Spielgestalter Simon Wohlrabe (1) hatte die Abwehr der Gastgeber, von Trainer Jens Becker gut eingestellt, meist im Griff. TSV Neuhausen/Filder bleibt damit auswärts in der Dritten Liga weiter ohne Punktgewinn.
Groß-Umstadts Sportlicher Leiter würdigte dennoch die Leistung des Gegners. Holger Zindt: „Unser Sieg ist mit acht Toren zwei, drei Treffer zu hoch ausgefallen.“



