Groß-Umstadts Trainer Jens Becker sprach von einem Klassespiel. Der Sportliche Leiter Holger Zindt erkannte drei bis vier individuelle Fehler als Ursache für die unglückliche Niederlage. Bestens aufgestellt sieht die Regie den Tabellenneunten (16:16 Punkte) für das Heimspiel gegen den Ligaprimus SG Leutershausen trotzdem. Nächsten Samstag um 19 Uhr steigt das Derby in der Heinrich-Klein-Halle.
TSB Horkheim hatte am Samstagabend alles aufgeboten und entpuppte sich als der erwartet starke Gegner. Lange war die erste Partie nach der Weihnachtspause ausgeglichen. Nach dem 7:7 lief es dann wie am Schnürchen für die hellwachen Gäste. Nach der 13:11-Führung wäre ein größerer Vorsprung noch vor der Pause drin gewesen. Aber in den letzten Minuten vor dem Wechsel ließ Groß-Umstadt noch zwei gute Möglichkeiten liegen. „Das war vielleicht spielentscheidend. Der Druck für Horkheim wäre deutlich angestiegen“, analysierte Holger Zindt.
Letztendlich summierten sich fünf freie Wurfchancen und drei vergebene Siebenmeter, die den Württembergern zurück halfen ins Spiel. Markus Schumacher (8) und Evgeni Prasolov (5/2) trieben die heimstarken Gastgeber an. Bis zum 21:21 war alles im Lot. In der 55. Minute warf Horkheim dann das 24:22, die Zwei-Tore-Führung vermochten die Südhessen danach nicht mehr zu kontern.
Linkshänder Florian See, der jüngst seinen Vertrag um zwei Jahre bis 2014 verlängerte, wurde gut abgeschirmt. Ihm gelang diesmal kein Feldtor. Dafür spielte Christian Scholz auf der halblinken Seite auf und erzielte 8/1 Treffer. Auch der junge David Acic (6) wusste zu gefallen.
Für die kommenden Aufgaben gegen Leutershausen und im Derby bei Groß-Bieberau (29. Januar, Böllenfalltorhalle Darmstadt) glaubt sich Groß-Umstadt gewappnet. „Wenn wir noch konsequenter abschließen, wird es für jeden Gegner schwer“, erklärte Jens Becker selbstbewusst.
Für das Derby gegen Groß-Bieberau in 14 Tagen läuft bereits der Vorverkauf. Die Gastgeber waren am ersten Drittliga-Spieltag im neuen Jahr spielfrei. Ihre Partie gegen den Tabellenletzten TV Nieder-Olm wurde auf den 18. März verlegt.



