Ladehemmung - Dritte Niederlage 8.03.10 05:03
TV Groß-Umstadts Angriff versagt im Schlüsselspiel in Gelnhausen - Beim 21:25 zeigt allein Routinier Patrick Beer mit neun Treffern eine tadellose LeistungFoto : Parick Beer Ladehemmung - Dritte NiederlageHandball, Regionalliga: TV Groß-Umstadts Angriff versagt im Schlüsselspiel in Gelnhausen - Beim 21:25 zeigt allein Routinier Patrick Beer mit neun Treffern eine tadellose Leistung Die schwache Wurfausbeute kostete den TV Groß-Umstadt zwei Punkte: Der Primus der Handball-Regionalliga haderte nach der 21:25 (10:8)-Niederlage am Samstagabend beim TV Gelnhausen erneut mit der misslungenen Verwertung klarster Torchancen. Dennoch bleiben die Südhessen auch nach der dritten Saisonniederlage an der Tabellenspitze. Groß-Umstadts Sportlichen Leiter, Holger Zindt, wurmte die unnötige Niederlage: ,,Ich fordere von der Mannschaft eine deutliche und massive Reaktion in den schweren Spielen gegen Haßloch, Hochdorf und Kirchzell." 25 Gegentore ließ das Paradestück der Gäste, die aggressive 3-2-1-Deckung, lediglich zu. Für den Erfolg beim hochmotivierten TV Gelnhausen reichte diese Fleißarbeit jedoch nicht. Nach dem Schlusspfiff feierten 600 Zuschauer Gelnhausens Torwart Julian Lahme. Ralf Ludwig, Trainer der enttäuschten Verlierer, wollte dessen Leistung nicht schmälern, sah aber auch keinen Grund für die Heroisierung: ,,Alle Teams, gegen die wir verloren haben, feierten ihre Keeper. Unser Problem ist doch, dass wir im Angriff momentan höchstens Mittelmaß zu bieten haben", ärgerte sich der A-Lizenz-Inhaber über die chronische Wurfschwäche. Gelnhausen spielte mit dem Selbstvertrauen von 11:1 Punkten aus den letzten sechs Partien zielstrebig und hatte sich auf mehr Kreativität des Spitzenreiters im Angriff eingestellt. Der tat dies aber nicht, trat dagegen pomadig und ohne Druck auf. Reihenweise wurde schlecht postiert und unvorbereitet geworfen. Bitter liest sich die Bilanz von den Außenpositionen: Über 60 Minuten fiel von dort kein Treffer. Auch den beiden Halben im Rückraum, Nico Büdel (2) und Torjäger Florian See (3), gelang gegen die bewegliche Abwehr der Gastgeber wenig. Häufig fehlte die Abstimmung und die Vorbereitung. Allein Routinier Patrick Beer demonstrierte, wie Lahme zu bezwingen ist. Seine platziert hohen Bälle waren neun Tore wert. Nach 40 Minuten betrug der Rückstand drei Tore, doch der Favorit warf zu wenig Treffer, um den Vorsprung der Gastgeber zu gefährden. Zehn Minuten später hatte sich der Rückstand nicht verringert (17:20) und wuchs bis zum Abpfiff auf 21:25. |
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