Handball-Weltmeister-Mannschaft auch Mannschaft des Jahres

22.12.2007 22:51 Von: Manfred Picolin

In Baden-Baden wurde die deutsche Handball-Mannschaft zur "Mannschaft des Jahres" gewählt.   Das Foto zeigt Weltmeister "Blacky Schwarzer" und die Behindertensportler Laura Ortmann, Stefanie Fahnenschreiber und Steffen Büchler

Christian Schwarzer, Laura, Stefanie und Steffen

Holger Zindt und Blacky Schwarzer

Baden-Baden (dpa) - Dem Triumph bei ihrer Heim-WM folgte der Sieg bei der Wahl zur »Mannschaft des Jahres 2007«. Die deutschen Handballer haben sich gegen die harte weibliche Konkurrenz durchgesetzt: Mit 559 Punkten Vorsprung ließen sie die Fußball-Weltmeisterinnen hinter sich.

 

Zum vierten Mal in der 60-jährigen Geschichte der Sportlerwahl wurde eine Handball-Mannschaft als Nummer 1 gekürt. Und zum dritten Mal war Heiner Brand daran beteiligt: 1978 als Weltmeister-Spieler, 1983 mit dem VfL Gummersbach und nun als Weltmeister-Trainer. Ohne den 55-Jährigen hatte 1979 der TV Großwallstadt gewonnen.

 

Im Sog der Nationalmannschaft kam im THW Kiel auch gleich noch ein Handball-Club auf Rang drei. Der deutsche Rekordmeister hatte die Champions League, die deutsche Meisterschaft, den DHB-Pokal, den Vereins-Supercup und schließlich noch die als Club-EM bekannte Champions Trophy gewonnen hatte,

 

Als Auslöser eines neuen Booms ihrer Sportart haben Brands Helden zum Jahresausklang davon profitiert, dass Handball öffentlich noch nie so präsent war wie 2007. Da passte es ins Bild, dass Nationalspielerin Grit Jurack den Preis an ihren Kapitänskollegen Markus Baur überreichen durfte. Als Torschützen-Königin hatte die 30-jährige Ausnahmespielerin die Frauen-Auswahl sechs Tage zuvor zum dritten Platz bei der WM und damit zur ersten Medaille seit einem Jahrzehnt geführt.

 

Bei der Ehrung auf der Bühne des Kurhauses in Baden-Baden wurden noch einmal die Bilder von der einzigartigen WM lebendig. All die dramatischen Spiele vom schwierigen Auftakt gegen Brasilien, über die Niederlage gegen Polen und Nervenschlachten gegen Frankreich und Spanien bis hin zum 29:24-Finalsieg gegen Polen. Proppevolle Hallen, enthusiastische Besucher, wehende Deutschland-Fahnen, 21 Millionen Zuschauer vor dem Fernseher und letztlich tausendfach verteilte selbstklebende »Heiner-Bärte« hatten den Stoff für ein »Wintermärchen« mit Happy End geliefert.

 

Rückblicke sind nicht Heiner Brands Sache. Die EM in Norwegen vom 17. bis 27. Januar bestimmt sein Denken und Handeln. »Ich bin seit April bei der EM«, sagte Brand. Denn dort müssen sich die Weltmeister wieder neu beweisen.

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