Groß-Umstadt stolpert beim Northeimer HC: 28:34

01.12.2014 08:06 Von: Darmstädter Echo & pico

Die bedrohliche Talfahrt des TV Groß-Umstadt hält an.

Groß-Umstadt stolpert beim Northeimer HC: 28:34

Die bedrohliche Talfahrt des TV Groß-Umstadt hält an. Beim Tabellenvorletzten Northeimer HC setzte es am Sonntagabend eine bittere 28:34 (12:15)-Niederlage. Aus dem Befreiungsschlag wurde nichts. Vor 450 Zuschauern quittierten die Gäste in diesem Abstiegsderby die fünfte Niederlage in Folge.

HANDBALL, DRITTE LIGA.

Groß-Umstadts Trainer Tim Beckmann forderte nach dem erneuten Tiefschlag: „Bei uns muss die Willenskraft zum Sieg endlich einmal größer sein, als die Angst vor dem Verlieren.“ An der Einstellung der Spieler wollte er die klare Niederlage in Northeim nicht festmachen. „Man kann ihnen nicht vorwerfen, dass sie nicht alles gegeben haben.“ Er erkannte jedoch erneut: „Wir haben nicht mehr die Führungsspieler. Aktuell lastet die Verantwortung auf allen.“ Ein Denker und Lenker fehlt.

Druck und Nervosität, gewinnen zu müssen, saßen in den Köpfen fest. Nach der ersten Phase des Spiels auf Augenhöhe zog Northeim, ebenfalls tief im Abstiegskampf auf 10:6 davon und entwickelte größeren Ehrgeiz. Groß-Umstadt glich zwar aus. Doch drei verworfene Siebenmeter in der ersten Halbzeit stärkten den Gegner bis zur Pause wieder – da hieß es 12:15.

Die Abwehr erwies sich schließlich als Achillesferse beim TV Groß-Umstadt. Die Gastgeber übten geschickt Druck aus, waren schwer zu verteidigen und nutzten Lücken im Deckungsverband. Diese wuchsen nach der Pause und den Südhessen entglitt die Begegnung vollends.

In der Partie ging es heftig zur Sache. Beckmann: „Da war Einiges geboten.“ Bei Groß-Umstadt sah Markus Eisenträger die Rote Karte (Disqualifikation, nach dem er einem Gegenspieler beim Tempogegenstoß in den Arm griff). Bei Nordheim leistete sich Kai Kühn eine Tätlichkeit (58.) und erhielt Rot (Disqualifikation mit Bericht). Abstiegskampf pur. Groß-Umstadt klebt auf dem 13. Platz fest. Nordheim bleibt Vorletzter. Jedoch sind nun die Punktabstände zusammengeschmolzen.

TV Groß-Umstadt : Bolling, Bolling (im Tor), Paul 1, Acic 3, Kramer, See 4, Kraus 1, Geißler, Purucker 6, Brunner, Eisenträger 3, Knieps 2, Kwiatkowski 5, Blank 1 und Kraft 1.
Siebenmeter:
5/4 und 8/5, Zeitstrafen:
4/4, Rote Karten: Kühn ( Nordheim, 58. Tätlichkeit/Disqualifikation mit Bericht), Eisenträger (grobes Foulspiel/Disqualifikation),

Dritte Liga Ost

Männer

Ergebnisse

Datum Heim   Gast Ergebnis
SV Bernburg 25 :
Gr.-Bieber./Mod. 29 :
ESV Lok Pirna 28 :
HSV Hannover 25 :
HSG Rodgau 26 :
Bad Neustadt 21 :
Northeimer HC 34 :
Dessau-Rossl.HV 28 :

Tabelle

Platz Team Sp. G U V  
Tore
 
Diff. Punkte
 
13 12 0 1 364 : 43 24
 
12 10 1 1 356 : 38 21
 
13 9 2 2 379 : 34 20
 
13 9 0 4 352 : 19 18
 
12 8 1 3 345 : 22 17
 
13 7 0 6 388 : 17 14
 
12 6 1 5 319 : 20 13
 
13 6 1 6 330 : 6 13
 
13 6 1 6 371 : 5 13
 
13 5 1 7 368 : -1 11
 
12 5 0 7 316 : -21 10
 
12 4 0 8 317 : -2 8
 
12 2 2 8 298 : -25 6
 
13 3 0 10 313 : -40 6
 
13 2 0 11 357 : -50 4
 
13 1 2 10 349 : -65

4

Michael Blechschmitt schreibt zu diesem Spiel:

HC Northeim - TV Groß-Umstadt 34:28 (15:12)

Groß-Umstadt weiter sieglos

Auch beim Schlusslicht Northeim konnte der TVG nicht punkten und wartet seit 5 sieglosen Partien weiter auf ein Erfolgserlebnis. Das es bei den heimstarken, aber bis dato unglücklich agierenden Northeimern kein Zucker schlecken geben würde, war den Groß-Umstädtern bewusst, was aber dann auf sie zukam war schon hart. Northeim stellte eine unglaublich aggressive Abwehr und versuchte mit Härte den TVG Angreifern den Schneid abzukaufen, was ihnen auch leider gelang. So gab es alleine in den ersten 10 Minuten des Spiels bereits 4 Siebenmeter für den TVG und es entwickelte sich eine von beiden Seiten sehr intensiv und spannende, aber keineswegs qualitativ sehenswerte Partie. In der 10. Spielminute führte der TVG noch mit 5:4, bekam aber den bulligen Northeimer Angreifer Effler nicht in den Griff und der warf  seine Mannschaft mit zur 10:6 Führung. Dann kam es in der 20. Spielminute zu einer Schlüsselszene des Spieles, als TVG Torjäger Eisenträger einen Tempogegenstoß Northeims vereitelte und dabei angeblich seinen Gegenspieler härter foulte, als dies die Regeln zulassen. Dafür gab es dann eine rote Karte und eine wichtige Angriffssäule und der Abwehrorganisator des TVG brach weg.
Northeim nutzte die Unsicherheit im TVG Spiel und konnte mit einer 15:12 Führung in die Halbzeit gehen. Diese Führung gaben die Gastgeber nicht mehr ab und siegten letztlich mit 34:28. Der TVG war nicht in der Lage die gebotene Zweikampfhärte anzunehmen und verlor so gut wie alle 1 gegen 1 Duelle, die Northeimer Angreifer hatten es mit ihrer einfachen, aber effektiven Spielweise leicht und liefen zeitweise geradeaus durch die instabile TVG Deckung. Da konnte auch das gut aufgelegte Torhüter Brüder Paar Bolling nichts an der Niederlage ändern, sie standen oft alleine. TVG Trainer Beckmann war natürlich von der Leistung seiner Mannschaft enttäuscht: „So darf man gegen den Tabellenletzten nicht antreten, Northeim spielerisch limitiert, aber mit einer tollen Einstellung und hartem Biss, hat  uns den Schneid abgekauft und so gut wie alle Zweikämpfe gewonnen. Natürlich war der frühe, unfreiwillige Ausfall von Markus Eisenträger auch nicht zu kompensieren. Meine Mannschaft ist weit von ihrer Bestform entfernt und es fehlt einfach im Moment der Glauben an die eigene Leistungsfähigkeit. Die Angst zu verlieren ist größer, als der Glaube zu gewinnen.“
Daran muss der TVG arbeiten, viel Zeit bleibt nicht, folgen doch jetzt noch 3 Spiele gegen direkte Tabellennachbarn. TVG Teammanager Michael Blechschmitt: „Wir glauben an die Mannschaft und den Trainer, sie haben in der Vorbereitung mit guten Leistungen und auch zu Beginn der Saison mit Siegen gegen Leipzig und Groß-Bieberau ihre Leistungsfähigkeit bewiesen und brauchen einfach ein Erfolgserlebnis. Der Knoten muss jetzt endlich mal platzen.“
Am kommenden Wochenende müssen die Südhessen noch einmal reisen, diesmal zur HG Köthen. Das Spiel findet am Samstag, 06.12.2014 um 19.00 Uhr statt. Die Entfernung zum Spielort beträgt 460 KM. 

TVG:
Thomas Bolling , Marcel Bolling

Paul 1, Brunner , Blank 1, See 4/2, Acic 3, Kraft 2/1, Kraus 1, Kramer , Kwiatkowski 5, Purucker 6/2, Eisenträger 3, Knieps 2

Zeitstrafen:  4, rote Karte (Matchstrafe) gegen Eisenträger 20. Minute
Siebenmeter: 8/5


HC Northeim
Pförtner,  Armgart

Fleischmann 3, Meyer , Wilke 1, Schnitt 4, Lange 1, Seekamp 3, K. Kühn , Effler 10, Gerstmann 2, Falkenhain 6/1, Stöpler 4/3, Wode
 
Zeitstrafen:   4, rote Karte mit Bericht gegen Kai Kühn 58. Minute
Siebenmeter: 5/4

Zuschauer: 450

Schiedsrichter: Bohmbach / Meyer (OldeAggressive Abwehr
Northeimer HC - TV Groß-Umstadt 34:28 (15:12). - Gegen den Northeimer HC hat der TV Groß-Umstadt die fünfte Niederlage in Folge eingesteckt.
Die Hausherren stellten eine sehr aggressive Abwehr. So gab es bereits in den ersten zehn Minuten vier Siebenmeter für den TVG. Zwar führten die Gäste bis dahin noch mit 5:4. Allerdings bekamen sie den HC-Angreifer Kai Effler (10 Tore) nie in den Griff. Schnell stellten die Einheimischen auf 10:6 um.
In der 20. Minute folgte eine Schlüsselszene: TVG-Spieler Mar᠆kus Eisenträger vereitelte einen Tempogegenstoß des Gegners und sah dafür »Rot«. Die Schiedsrichter hatten ein grobes Foul erkannt. Mit dem Rückraumspieler brach eine wichtige Säule in Angriff und Abwehr weg. Northeim nutzte die Verunsicherung des TVG und ging mit 15:12 in die Pause.
Nach Wiederbeginn verloren die Gäste fast alle 1:1-Situationen und ließen den HC viel zu oft durch die eigene Deckung spazieren. Die Bolling-Brüder gaben ihr Bestes im Tor, konnten aber an der Niederlage nichts ändern.
TVG-Trainer Tim Beckmann war von der Leistung seiner Mannschaft enttäuscht: »So darf man gegen den Tabellenletzten nicht antreten. Northeim, spielerisch limitiert, aber mit einer tollen Einstellung und hartem Biss, hat uns den Schneid abgekauft und so gut wie alle Zweikämpfe gewonnen. Natürlich war der frühe, unfreiwillige Ausfall von Markus Eisenträger auch nicht zu kompensieren. Meine Mannschaft ist weit von ihrer Bestform entfernt und es fehlt einfach im Moment der Glauben an die eigene Leistungsfähigkeit. Die Angst zu verlieren ist größer, als der Glaube zu gewinnen.« Daran muss der TVG arbeiten, denn jetzt kommen drei Spiele gegen Tabellennachbarn.nburg)

Unsere Sponsoren