Belohnung für die harte Vorbereitung29.08.10 14:07
30:25 in Groß-Umstadt: Auftakt nach Maß für die HSG FrankfurtBelohnung für die harte Vorbereitung - 30:25 in Groß-Umstadt: Auftakt nach Maß für die HSG FrankfurtRheinMain Die Freude musste raus. Dringend. Frank Kuntz und Dirk Schmitt hatten eben erst das letzte Mal in ihre Pfeife geblasen, da legte ein jeder Spieler der HSG FrankfurtRheinMain schon seine Arme um den Nebenmann. Start für den Jubelkreis aus hüpfenden und singenden Handballern, für die spontane Feier ihres ersten Saisonsieges in der 2. Bundesliga Süd.
Konrad Bansa war mehr der stille Genießer. Aber dem neuen Trainer der HSG war sein Gefühlsleben dennoch deutlich anzumerken. „Zwei wichtige Punkte“, sagte Bansa nach dem 30:25-Erfolg beim stark einzuschätzenden Aufsteiger TV Groß-Umstadt, „die Mannschaft hat sich heute für die harte Vorbereitung selbst belohnt“. Dass die Mannschaft nicht so recht wusste, wo sie steht, ist im ersten Rundenspiel bei Leibe nichts Ungewöhnliches. Vor allem dann nicht, wenn sie so neu formiert ist wie das Team der HSG FrankfurtRheinMain. Deshalb wunderte sich Bansa auch nicht darüber, dass in der Anfangsphase zumeist der Neuling vor 800 Zuschauern in der eigenen Heinrich-Klein-Halle vorne lag, „weil wir eine Weile gebraucht haben, bis wir uns gefunden haben“. Umso erfreulicher, dass in der Folge die meisten Vorgaben des A-Lizenz-Inhabers umgesetzt wurden: „Wir haben das Heft in die Hand genommen, waren ruhig, konzentriert, haben uns nicht ablenken lassen“, sagte Bansa.
Zwischenfälle, um aus dem Rhythmus zu kommen, gab es im Hessenderby genug: Die Matchstrafe für Axel Buschsieper zum Beispiel, einen von vier ehemaligen HSG-Spielern im Trikot der Odenwälder. Buschsieper hatte nach 26. Minuten den einspringenden Rechtsaußen Philipp Botzenhardt auflaufen lassen. Zu diesem Zeitpunkt lag die HSG bereits mit 14:11 vorne. Der Vorsprung wurde sicher in die Pause transportiert (16:13), und auch die zweite Rote Karte brachte die Gäste nicht aus der Ruhe. Dieses Mal erwischte es HSG-Mann Benedikt Seeger, nachdem er sich von seinem Gegenspieler losreißen wollte und diesen unglücklich im Gesicht getroffen hatte (43.). Die Gastgeber verkürzten durch See zwar prompt auf 19:20, doch die HSG schlug zurück. Und wie. Vor allem Juniorennationalspieler Andreas Schröder war kaum mehr zu halten, und Österreichs Nationalkeeper Thomas Bauer bekam zwischen den Pfosten einige Bälle zu fassen. Das 27:20 durch Schröder (54.) bedeutete die vorzeitige Entscheidung.
Bestnoten bei den Gästen verdienten sich Ex-Nationalspieler Steffen Weber, der das Spiel vorzüglich lenkte. Organisatorische Fähigkeiten stellte auch Fabian Bohnert in der Abwehr unter Beweis. Bohnerts Kapitänskollege Hannes Lindt zeigte sich zudem treffsicher. „Wir haben noch Potenzial nach oben“, meint Bansa, „das ist aber nur Schritt für Schritt abrufbar. Und den ersten Schritt haben wir heute gemacht“. Der Blick des Trainers richtete sich schon auf das erste Heimspiel gegen die SG BBM Bietigheim (Freitag, 3. September, 20 Uhr, Kreissporthalle Kriftel). „Von vermuteten 35 Punkten für die eingleisige 2. Liga“, so Bansa, „brauchen wir jetzt nur noch 33“. Die nächsten beiden möchte die Mannschaft am Freitag bejubeln.
Groß-Umstadt: Rebstock, Elsner; See (6/2), Büdel (5), Schulz, Nastos, Acic (je 3), Kramer (2), Buschsieper, Werner, Scholz (je 1), Mauch, Grundwaldt, Geißler. HSG: Bauer, van de Mortel; Lindt (8/2), Schröder (7), Weber (5), Bohnert, Mayr (je 3), Hahn, Botzenhardt, Quilitzsch, Hein (je 1), Seeger, Frieman, Kraushaar.
Schiedsrichter: Kuntz/Schmitt (Marpingen). - Zuschauer: 800. |
AnsprechpartnerALBERT WELTERRicher Straße AG 4
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