Wieder stand TV Groß-Umstadt mit leeren Händen da in der dritten Handball-Bundesliga. Trotz einer Leistungssteigerung vermochten die Südhessen ihre Auswärtsschwäche nicht abzustellen. 27:31 (11:14) verloren sie am Samstagabend auch beim TSV Friedberg. Auswärts fehlt dem Zweitliga-Absteiger einfach die Durchschlagskraft. Obwohl sich die Mannschaft von Trainer Jens Becker in punkto Einsatz und Aggressivität steigerte, stand sie nach hart umkämpften 60 Minuten wieder auf verlorenem Posten. Holger Zindt, der Sportliche Leiter des TV Groß-Umstadt, blieb gelassen: „Die Jungs haben gekämpft und auch bei einem scheinbar hoffnungslosen Rückstand nicht aufgesteckt.“
Dabei gelang den Gästen ein guter Start. Die frühe 2:0-Führung brachte aber keine Sicherheit. Friedberg spielte energischer und legte ein 4:3 vor. Diesen kleinen Vorteil gaben die Gastgeber auch dank des treffsicheren Rückraumspielers Johannes Luderschmid (elf Tore) nicht mehr ab.
Nach dem Wechsel erwischten die Schwaben einen guten Start, während sich bei Groß-Umstadt einmal mehr Fehler einschlichen. Besonders das alte Problem der Wurfausbeute kam zum Tragen – auch weil überhastet abgeschlossen wurde. Die Folge dieser Unzulänglichkeiten war der bittere 16:26-Rückstand nach 45 Minuten. Jens Becker stellte die Abwehr um, ließ Luderschmid und Miroslav Illic (9/6) kurz decken. Dieser Schachzug fruchtete. Nach dem Anschlusstor zum 26:30 vergaben die Gäste dann eine Großchance. Friedberg konterte und entschied die Partie.


