Pokal-Wochenende für die MU 16

27.03.2007 15:01 Von: Erwin Esser

Fazit: Ihr habt ein tolles Pokalturnier gespielt

Pokal – Wochenende für die MU16

in Ober-Ramstadt

 

 

Am Wochenende musste die MU16 nach Ober-Ramstadt zum Bezirks-Pokal-Turnier fahren. Schon beim Treffen in Groß-Umstadt merkte man den Spielern die negative Einstellung an und es dauerte auch nicht lange, bis jemand sagte „Wir verlieren doch sowieso“. Der Frust, in der laufenden Saison alles verloren zu haben, saß mächtig tief. Das fiel sogar den zwei U16-Spiererinnen auf, die mitkamen, um die Jungs zu unterstützen.

 

Zuerst musste Ober-Ramstadt gegen Babenhausen spielen sodass wir uns das Spiel ansehen konnten, um die Spieler unter die Lupe zu nehmen. Danach mussten wir selbst ran und das gegen das Team von der Bergstraße. Nach 5 Minuten des ersten Viertels hieß es schon 10:0 und am Ende des Viertels 16 : 4. Für den Trainer war nun richtig Motivationsarbeit angesagt. Kein Selbstvertrauen und die negative Einstellung ändern, denn dann mussten zwei Siege her, um in die Zwischenrunde zu kommen. Das zweite Viertel konnte man sogar mit 7:8 für sich verbuchen, aber einen 10:0 Run am Anfang des dritten Viertels nahm man zum Anlass, die drei besten Spieler zu schonen und dafür den Anderen die Möglichkeit zu geben, Spielerfahrung zu sammeln. Wenn man überhaupt noch Chancen auf´s Weiterkommen haben wollte, dann sollten die Besten im darauf folgenden Spiel alles geben. Mit 65 : 17 ging man unter und nun blieb noch eine Stunde zum nächsten Spiel. Die nuten wir, um uns zusammen zu setzen und zu reden. Immer wieder wurde Ihnen gesagt, dass sie gut sind, um sie aufzumuntern.

 

Gegen das Team aus Babenhausen, so wurde es uns im Vorfeld schon mitgeteilt, würden wir keine Chance haben. Sicherlich ein Grund, den Kopf wieder hängen zu lassen, denn so spielte man im ersten Viertel, das mit 11:4 an Babenhausen ging. Nachdem es 15:4 hieß, nahm der Trainer Erwin Esser eine Auszeit. Viel zu viele Korbleger vergab man in dieser Zeit und man sollte jetzt endlich mal zeigen, was man drauf hat und sich den Hintern aufreißen. Alle Spieler merkten, wie sauer der Trainer über ihre Einstellung zum Spiel war. Auf dem Feld angekommen, sah man dann ein völlig anderes Team. Endlich wurde aggressiver verteidigt und die Korbleger etwas konzentrierter gemacht. Und wenn wieder einer daneben ging, wurde sofort der Gegner attackiert und der Ball wieder erobert. Mit 12 : 18 konnte man das Viertel für sich entscheiden und ging in die Halbzeit mit 23 : 22 für Babenhausen. Jetzt war auch der Trainer wieder etwas beruhigt, denn nun wussten die Spieler, dass sie es können, wenn sie es nur wollen. Das dritte Viertel ging mit 9:8 an Babenhausen und so musste das letzte Viertel über Sieg oder Niederlage entscheiden. Hier startete Babenhausen wesentlich besser mit einem 10:0 Run zum 34 : 44 nach 5 Minuten. Eine Auszeit, in der jetzt die Anordnung für eine Ganzfeldpresse kam, um so das Spiel noch für sich zu entscheiden, zeigte bei Babenhausen sofort Wirkung. Mit einem sensationellen 14:0 Run drehten die Umstädter das Spiel. 7 Sekunden vor Schluss mit 46 : 44 in Führung und den Ball in den eigenen Reihen, was sollte da noch passieren. Ein Schnellangriff und ein völlig frei zu nehmendem Korbleger sollten den Sieg perfekt machen. Doch dieser ging wie schon so viele vorher nicht durch den Ring. Der Rebound von Babenhausen mit einem weiten Pass zu einem unter dem Korb stehenden Mitspieler sorgte dann dafür, dass es in die Overtime gehen musste. 46 : 46. Was für ein Spiel. Die fünfte Runde war ein ausgeglichenes Spiel, bei der Umstadt abermals zwei Punkte Vorsprung hatte und diesen genauso wieder in der letzten Minute verspielte. Jetzt hatte man aber auch noch Glück, dass zwei Freiwürfe von Babenhausen in den letzten Sekunden des Spiels ihr Ziel verfehlten. Mit 52 : 52 musste man erneut in die Overtime. Jetzt hieß es Hopp oder Topp. Der Trainer der Verzweiflung nahe, schickte die Spieler aufs Feld mit den nicht ganz ernst gemeinten Worten. Jetzt gilt es, kämpft bis zum Ende und es kommt mir keiner von Feld, der nicht mindestens zweimal gebrochen hat. Die Spieler mussten selbst herzlichst lachen und man merkte, das die negative Einstellung vom Morgen war weg. Man hatte begriffen, dass das unbedingte Siegen wollen hier den Ausschlag über Sieg oder Niederlage bringen wird. Es war nur noch die Frage „wer will es mehr“. Die sechste Runde eröffneten die Umstädter mit zwei schnellen Körben. Der Anschlusstreffer der Babenhäusener wurde postwendend mit weiteren vier Punkten zum zwischenzeitlichen 60 : 54 beantwortet und selbst einen Dreiererfolg von Babenhausen beantworteten die Groß-Umstädter mit vier weiteren Punkten. Am Schluss hieß es dann 66 : 59 für die Jungs vom TVG, alles lag sich in den Armen und bejubelte den ersten Sieg nach 13 Niederlagen. Komplement auch von den anderen Trainern der anderen Teams, die mir sagten.“ He Erwin, was hast Du denn mit denen gemacht, da war ja ein völlig anderes Team auf dem Platz“. Also auch von dieser Seite aus ein dickes Kompliment an euch. Das war ein nervenzereißendes, aber geiles Spiel. Super Jungs.

 

Nach diesem Spiel mussten dann Babenhausen gegen Bergstraße ran und wir feuerten Babenhausen an, denn nur bei einem Sieg von ihnen hatten wir die Chance auf das Weiterkommen. Leider verloren sie mit 2 Punkten Differenz und so konnten wir nicht mehr weiter kommen, selbst bei einem Sieg gegen Ober-Ramstadt.

 

In diesem Spiel gaben unsere Jugend aber wieder alles und konnte abermals ein schönes Spiel abliefern. Mit 63 : 52 musste man sich dem Gastgeber geschlagen geben, was auch durch den enormen Kräfteverschleiß im vorherigen Spiel zu begründen war.

 

Fazit: Ihr habt ein tolles Pokalturnier gespielt und wir sind uns sicher, dass es in der kommenden Saison noch viele Siege von euch zu feiern gibt.

 

Bericht: Erwin Esser

 

 

Unsere Sponsoren