Bitterer Sieg

24.04.2009 03:32 Von: Christian Meitzler/pico

Gegen die TSV Gernsheim Riedwolves gewannen die Basketballer des TV Groß-Umstadt zwar ihr erstes Pokalspiel der Saison, verlieren aber mit der Verletzung von Flügelspieler Martin Esser einen ihrer wichtigsten Spieler. Dennoch konnte dieser Verlust am Ende durch eine beeindruckende Kraftleistung der restlichen Mannschaft ausgeglichen werden, so dass das Spiel schließlich mit knappen 84 zu 82 Punkten gewonnen wurde.

Bitterer Sieg für die Basketballer

Gegen die TSV Gernsheim Riedwolves gewannen die Basketballer des TV Groß-Umstadt zwar ihr erstes Pokalspiel der Saison, verlieren aber mit der Verletzung von Flügelspieler Martin Esser einen ihrer wichtigsten Spieler. Dennoch konnte dieser Verlust am Ende durch eine beeindruckende Kraftleistung der restlichen Mannschaft ausgeglichen werden, so dass das Spiel schließlich mit knappen 84 zu 82 Punkten gewonnen wurde.
Dass es nicht leicht würde, zu gewinnen, war von Beginn an klar. Obschon man in diesem Jahr das Losglück hatte, in der ersten Pokalrunde auf eine Kreisliga-Mannschaft zu treffen, sah man sich mit der TSV Gernsheim einem Team gegenüber, das in seiner Kreisliga-C-Gruppe ohne eine einzige Niederlage Meister geworden war. Zwar hatte man selbst in der anderen Gruppe die Meisterschaft gewonnen und zudem auch nur einmal in 14 Spielen verloren, trotzdem aber gingen die Riedwolves in heimischer Halle als Favorit in die Partie.
So zeigte sich gleich von Beginn der Begegnung an, dass man in Gernsheim nicht mit dem gleichen Spielkonzept gewinnen würde, mit dem man in der Liga dominiert hatte. Zu gut war die Verteidigung der Gastgeber, um sich von schnellen Pässen nach vorne überrumpeln zu lassen. Auch die enge Mannverteidigung erschwerte den Umstädtern sichtlich den Spielaufbau. Während das erste Viertel noch hart umkämpft, aber letztlich ausgeglichen, war, zeichnete sich im zweiten Durchgang eine knappe Führung für die Riedwolves ab. Gerade als es nun an den Umstädtern war, zur Aufholjagd anzusetzen, ein weiterer Schock: Im Kampf um den Ball unter dem gegnerischen Korb landete der umstädter Martin Esser unglücklich, verdrehte sich dabei das Knie und musste vom Platz getragen werden. Später sollte sich herausstellen, dass er sich nicht nur das Kreuzband gerissen, sondern auch den Oberschenkel angebrochen sowie den Meniskus beschädigt hatte. Gerade Esser hatte bis zu diesem Zeitpunkt stark gespielt, so dass sein Ausfall nun fast einer Vorentscheidung gleich kam. In der Tat verlor der TVG in den folgenden Minuten weiter an Boden, so dass er zwischenzeitlich mit mehr als 15 Punkten zurücklag. Erst ein paar gelungene Szenen kurz vor der Halbzeitpause ließen noch einmal Hoffnung aufkommen.
Doch die Umstädter bewiesen Charakter. Wie ausgewechselt starteten sie in die zweite Halbzeit der Partie, spielten starke Verteidigung und gaben keinen einzigen Ball auf. Auch im Angriff fanden die schnellen Pässe nunmehr ihren Abnehmer und führten zu vielen Punkten. Vor Beginn des letzten Viertels lag der TVG damit nur noch wenige Punkte zurück.
Jetzt aber fanden auch die Gernsheimer wieder zu vorheriger Stärke und zeigten, dass sie nicht bereit waren, kampflos aus dem Pokal auszuscheiden. Wann immer die Umstädter einen Korb erzielten und den Rückstand weiter verkürzten, punkten die Riedwolves ihrerseits. Trotzdem hatte sich der TVG gut drei Minuten vor Schluss an die Gastgeber herangekämpft. Nun zeigte der umstädter Flügelspieler Bernd Schwachtye seine Klasse: Ein ums andere Mal durchbrach er die gernsheimer Verteidigung und brachte die Umstädter immer wieder in Führung, obwohl auch die Gastgeber weiter punkteten. Mit nur noch dreißig Sekunden auf der Spieluhr und einer Führung von vier Zählern konnten die Umstädter nun sogar auf den Sieg hoffen. Doch anstatt den Ball jetzt möglichst lange in den eigenen Reihen zu halten, leistete man sich einen Ballverlust und ließ die Gernsheimer punkten. Wieder durfte man nun den Ball einwerfen, und wieder musste man ihn nur noch für wenige Sekunden halten, um als Sieger vom Platz zu gehen. Doch wieder landete der Ball beim Gegner, der nur durch ein taktisches Foul vom sicheren Punkten abgehalten werden konnte. Nun hatten die Riedwolves an der Freiwurflinie die Möglichkeit, die Partie auszugleichen und eine Verlängerung zu erzwingen. Doch der Schütze zeigte schließlich Nerven und vergab beide Würfe. Endlich konnten sich die Umstädter über einen denkbar knappen, aber hart erarbeiteten Sieg freuen.
Gedämpft wird diese Freude dennoch durch die langwierige Verletzung von Martin Esser, der der Mannschaft auf- und abseits des Platzes in den nächsten Monaten fehlen wird. Es bleibt ihm daher nur eine gute und schnelle Genesung zu wünschen.

Es spielten für den TVG: Felix Fluche (21 Punkte), Bernd Schwachtye (19), Florian Färber (14), Stefan Sauerwein (9), Christian Meitzler (8), Martin Esser (5), Timo Empel (4), Mauricio Ribeiro Machado (4) und Michael Harris.

Bericht: Christian Meitzler

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